Steve Erlick und der leitende Makroökonomianalyst Noel Acheson diskutierten den historischen Wechsel in der FED-Führung und dessen mögliche Auswirkungen auf die Kryptowährungsmärkte.
Die Diskussion konzentrierte sich auf die Zukunft der Märkte angesichts des ablaufenden Mandats von Jerome Powell und der erwarteten Nachfolge von Kevin Warsh.
Noel Acheson, Autor und Analyst des Newsletters „Crypto Is Macro", diskutierte die Amtszeiten beider Präsidenten und die makroökonomischen Gleichgewichte. Acheson stellte fest, dass Powell trotz seines öffentlich sympathischen „Großvater"-Images dem Krypto-Sektor hinter den Kulissen ernsthaft geschadet hat. Er erinnerte daran, dass während Powells Amtszeit viele Kryptounternehmen aus dem Bankensystem ausgelistet wurden und kritische Institutionen wie Silvergate geschlossen wurden. Er argumentierte außerdem, dass Powell den Inflationsprozess vollständig falsch gemanagt habe.
Acheson, skeptisch gegenüber dem Wunsch des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh, die Fed-Bilanz zu reduzieren und die Zinsen zu senken, argumentierte, dass der Anleihemarkt dies nicht zulassen würde.
Der Analyst, der die Markterwartungen einer Zinserhöhung bis Ende des Jahres für übertrieben hielt, prognostizierte, dass die Fed im aktuellen Klima der Unsicherheit weder die Zinsen anheben noch senken könne und dass Warsh versuchen würde, mit einer „Abwarte"-Politik Zeit zu kaufen.
Der Analyst, der darauf hinwies, dass die Inflation lange vor den geopolitischen Krisen mit dem De-Globalisierungstrend zu steigen begann, beschrieb die Tendenz von Regierungen, die Wirtschaft in Krisenzeiten durch ständiges Gelddrucken zu stützen, als „strukturelle Bedingung".
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Er erklärte, dass diese Situation langfristig zu einer Abwertung der Währungen führen würde und dass Bitcoin weiterhin ein starker Schutzschild gegen diese Abwertung bleiben würde.
Steve Erlick, Leiter der Sharplink Research Group, konzentrierte sich auf die institutionelle Struktur der Fed. Als ehemaliger Regierungsbeamter betonte Erlick seinen Glauben an institutionelle Neutralität und hob Powells Haltung hervor, die Unabhängigkeit der Fed gegen den intensiven politischen Druck des Weißen Hauses und des Kongresses zu schützen.
Erlick erklärte außerdem, dass Powells größtes Versagen darin bestand, die Inflation zu unterschätzen, indem er sie als „vorübergehend" bezeichnete. Er erinnerte daran, dass die starken Zinserhöhungen, die auf diese Verzögerung folgten, die Anleihegleichgewichte störten und letztlich die Bankenkrise 2023 auslösten, was zu einer der größten Rettungsaktionen in der Geschichte führte.
Im Hinblick auf den „Clarity Act", der in diesem Jahr in den USA erwartet wird, argumentierte Erlick, dass Bitcoin derzeit keine regulatorische Unsicherheit aufweise, dieses Gesetz jedoch eine erhebliche Disruption und einen Zufluss von institutionellem Kapital auslösen könnte, insbesondere für Ethereum (ETH) und das DeFi-Ökosystem.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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