Martin Sheen tauscht sein fiktives Oval Office gegen den Wahlkampfpfad — und das in demselben Bundesstaat, in dem Präsident Josiah Bartlet einst regierte.
Der Schauspieler, der vor allem für seine Rolle als beliebter demokratischer Präsident in NBCs „The West Wing" bekannt ist, stellt sich hinter Chris Pappas im Senatsrennen von New Hampshire und bezeichnet den Wettbewerb als entscheidenden Kampf um die Seele der amerikanischen Demokratie.

„Sie kennen mich vielleicht aus meiner Rolle als Jed Bartlet, einem fiktiven Präsidenten aus dem großartigen Bundesstaat New Hampshire", sagte Sheen mit einem Augenzwinkern. „Aber abseits der Schauspielerei habe ich mein Leben dem politischen Aktivismus gewidmet."
Das Rennen entwickelt sich zu einem der folgenreichsten des Zyklus 2026. Umfragen zeigen, dass der Wettbewerb äußerst knapp ist, und die Demokraten haben New Hampshire als unbedingt zu gewinnenden Staat identifiziert, wenn sie die Mehrheit im Senat kippen wollen. Trump sprach diese Woche eine formelle Wahlempfehlung für Pappas' republikanischen Gegner aus und machte das Rennen damit zu einem ausdrücklichen Test des Midterm-Einflusses des Präsidenten.
Für den 85-jährigen Sheen ist die Verbindung zu New Hampshire mehr als ein Zufall. „The West Wing" lief von 1999 bis 2006 und schuf eine beständige kulturelle Mythologie rund um einen kompetenten, prinzipientreuen demokratischen Präsidenten — eine Führungsvision, die für viele Liberale in der Trump-Ära neue Resonanz gewonnen hat. Bartlets Wurzeln in New Hampshire waren zentral für die Figur, was Sheens Engagement in der realen Politik des Bundesstaates zu einem Moment macht, der sich im Kreis schließt — und den der Schauspieler selbst sichtlich genießt.
Sheen ist seit jeher Aktivist und hat im Laufe der Jahrzehnte bei Hunderten von Verhaftungen bei Protesten zu Themen wie Atomwaffen, Einwanderung und Obdachlosigkeit teilgenommen. Er sei nie für ein Amt kandidiert, räumte er ein — sagte jedoch, dass seine jahrelange Beobachtung von Wahlkämpfen aus nächster Nähe ihm ein klares Gespür dafür gegeben habe, was in New Hampshire auf dem Spiel stehe.

