Die Verbraucherstimmung in den USA fiel im Mai 2026 stark, da Inflationssorgen das Vertrauen der Haushalte belasteten. Die abschließende Umfrage der Universität Michigan zeigte schwächere Einschätzungen zu aktuellen Bedingungen und künftigen Erwartungen.
Der endgültige Verbraucher-Stimmungsindex fiel im Mai von 49,8 im April auf 44,8. Der Wert markierte laut der Umfrage der Universität Michigan den dritten monatlichen Rückgang. Er lag zudem unter dem vorläufigen Mai-Wert von 48,2.

Der Index näherte sich seinem schwächsten Stand in der Umfragegeschichte. Er lag unter den Werten während der Großen Rezession und der Pandemiezeit. Die Umfrage zeigte zudem einen Rückgang von 14,2 % gegenüber Mai 2025.
Die aktuellen Wirtschaftsbedingungen fielen von 52,5 im April auf 45,8. Der Erwartungsindex sank im gleichen Zeitraum von 48,1 auf 44,1. Haushalte mit niedrigerem Einkommen und Verbraucher ohne Hochschulabschluss meldeten stärkere Rückgänge, wie die Umfrage ergab.
Der Rückgang zeigte einen breiten Druck auf den Ausblick der US-Verbraucher. Viele Haushalte sahen sich mit höheren Alltagskosten konfrontiert und verloren das Vertrauen in ihre künftigen Finanzen. Die Daten rückten Inflation, Kraftstoffpreise und Ausgabentrends erneut in den Fokus.
Inflation blieb im Mai für viele Verbraucher ein zentrales Anliegen. Die Umfrage ergab, dass 57 % der Befragten angaben, hohe Preise belasteten ihre persönlichen Finanzen. Dieser Anteil stieg von 50 % im April.
Die Inflationserwartungen für das kommende Jahr stiegen von 4,7 % im April auf 4,8 %. Die Rate blieb über dem im Februar 2026 verzeichneten Wert von 3,4 %. Die langfristigen Inflationserwartungen kletterten auf 3,9 %, gegenüber 3,5 % einen Monat zuvor.
Umfrageleiter Joanne Hsu führte die Schwäche auf Kraftstoffkosten und Versorgungssorgen zurück. Sie sagte: „Die Lebenshaltungskosten bleiben ein vorrangiges Anliegen." Hsu erklärte zudem, Verbraucher befürchteten, dass sich die Inflation über die Kraftstoffpreise hinaus ausbreiten könnte.
Die Umfrage nannte Versorgungsunterbrechungen rund um die Straße von Hormus. Diese Unterbrechungen trugen dazu bei, die Benzinpreise im Laufe des Monats anzuheben. Auch Zollsorgen beeinträchtigten die Einschätzungen zu persönlichen Finanzen und größeren Anschaffungen.
Die schwache Umfrage zog die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf sich, einschließlich Krypto. Bitcoin und wichtige Aktienindizes zeigten nach dem Mai-Stimmungswert nur eine begrenzte Reaktion. Die Entwicklung verdeutlichte eine Lücke zwischen der Besorgnis der Haushalte und dem Marktverhalten.
Die Verbraucherausgaben bleiben ein wichtiger Teil der US-Wirtschaft. Daher kann ein schwächeres Vertrauen Auswirkungen auf die Nachfrage im Einzelhandel, bei Reisen, in der Gastronomie und bei Elektronik haben. Krypto-Händler verfolgen diese Daten ebenfalls, da sie die Zinserwartungen beeinflussen können.
Die Inflationsdaten könnten für die Federal Reserve stärker ins Gewicht fallen. Langfristige Erwartungen von 3,9 % zeigten, dass Verbraucher mit anhaltendem Preisdruck rechnen. Die Märkte schienen jedoch auf die allgemeine Risikobereitschaft und die Liquiditätsbedingungen ausgerichtet zu sein.
Die Universität Michigan gab an, dass Unabhängige und Republikaner im Mai eine schwächere Stimmung meldeten. Beide Gruppen erreichten ihren niedrigsten Wert unter der aktuellen Präsidentschaftsverwaltung. Die Stimmung unter Demokraten änderte sich laut Umfrage kaum gegenüber April.
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