Die CFTC hat einen vorgeschlagenen Regelentwurf zu Prediction-Market-Ereigniskontrakten zur Prüfung ins Weiße Haus weitergeleitet, während Bundes- und Landesbeamte darüber streiten, wer den schnell wachsenden Sektor regulieren soll.
Bloomberg berichtete als Erstes, dass der Vorschlag nun dem Office of Management and Budget des Weißen Hauses vorliegt – ein Schritt, der der Veröffentlichung des Plans durch die Commodity Futures Trading Commission zur öffentlichen Kommentierung vorausgeht. Die Details wurden noch nicht veröffentlicht.
Es wird erwartet, dass der Regelentwurf auf einer CFTC-Konsultation aufbaut, die im Frühjahr stattfand und mehr als 3.000 öffentliche Kommentare anzog. Diese Rückmeldungen umfassten Insiderhandel, gesperrte Kontrakte, Marktschutzmaßnahmen und die rechtliche Struktur rund um Ereigniskontrakte.
Wenn sie verabschiedet wird, würde die Regel den USA ihren ersten vollständigen bundesrechtlichen Rahmen für Prediction-Market-Kontrakte geben. Sie könnte auch beeinflussen, wie Plattformen wie Kalshi und Polymarket US-Nutzer bedienen, insbesondere da die Branche zunehmendem rechtlichen Druck durch staatliche Aufsichtsbehörden ausgesetzt ist.
Im Mittelpunkt der Frage steht, ob Kontrakte, die mit Wahlen, Sport und öffentlichen Ereignissen verbunden sind, als bundesrechtlich regulierte Derivate oder als dem Landesrecht unterliegende Glücksspielprodukte behandelt werden sollen.
Nevada, New Jersey, Maryland, Ohio, Montana, Illinois und andere Bundesstaaten haben Maßnahmen gegen Prediction-Market-Betreiber ergriffen. Staatsbeamte haben argumentiert, dass einige Kontrakte Sportwetten oder anderen Glücksspielprodukten ähneln und lokalen Glücksspiel-, Steuer- und Verbraucherschutzregeln folgen sollten.
Kalshi und andere Betreiber haben erklärt, dass ihre Ereigniskontrakte gemäß dem Commodity Exchange Act zulässig sind. Staatliche Aufsichtsbehörden haben diese Ansicht in mehreren Streitigkeiten abgelehnt und erklärt, dass eine bundesrechtliche Genehmigung die Durchsetzung staatlicher Glücksspielgesetze nicht blockieren sollte.
Die Frage wird nun vor Gericht verhandelt, wo Richter unterschiedlicher Meinung darüber sind, ob die CFTC-Zuständigkeit die staatliche Glücksspielhoheit außer Kraft setzt. Diese Fälle könnten bestimmen, wie viel Spielraum die Bundesstaaten haben, um Plattformen zu regulieren, die ereignisbasierte Kontrakte anbieten.
Präsident Donald Trump mischte sich am Dienstag in den Streit ein, unterstützte öffentlich Brian Selig und argumentierte, dass die CFTC ausschließliche Zuständigkeit über Prediction Markets haben sollte. Trump bezeichnete das Thema als „äußerst wichtig" und stellte die Bundeskontrolle als notwendig für klare nationale Regeln dar.
In seinem Beitrag griff Trump auch den ehemaligen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, die Generalstaatsanwältin von New York, Letitia James, den Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, und den Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, an. Trump sagte, seine Regierung lege „Verkehrsregeln" für die Bundesstaaten fest, und verwendete harte Worte gegen die Amtsträger.
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, antwortete auf X und erklärte, Illinois habe Maßnahmen ergriffen, um Insiderhandel auf Online-Prediction-Markets zu stoppen und zu verbieten. Pritzker warf Trump vor, zu versuchen, die Bundesstaaten daran zu hindern, den Sektor zu regulieren, damit ihm nahestehende Personen davon profitieren könnten.
Donald Trump Jr. hat Verbindungen zur Branche. Er investierte über die Venture-Capital-Firma 1789 Capital in Polymarket und ist außerdem strategischer Berater bei Kalshi.


