Nachdem der CLARITY Act im Senat wichtige Hürden genommen hat – dank erfolgreicher Ausschussarbeit sowohl des Landwirtschafts- als auch des Bankenausschusses – befindet sich das Gesetz nun in einem engen Zeitfenster, das darüber entscheiden könnte, ob es in diesem Jahr den Schreibtisch des Präsidenten erreicht.
Befürworter sagen, dass der Schwung des Gesetzentwurfs real ist, aber der Weg nach vorne ist eng – sowohl verfahrenstechnisch als auch politisch – da Mitarbeiter darum bemüht sind, konkurrierende Senatsversionen in einen einzigen funktionsfähigen Text zusammenzuführen.
Laut Patrick Witt, Geschäftsführer des Beratungsrats des Präsidenten für digitale Assets, strebt das Weiße Haus eine Verabschiedung des Digital Asset Market Clarity Act im Repräsentantenhaus am 04.07. an.
Doch wie Eleanor Terrett von Crypto In America am Montag berichtete, stehen die Gesetzgeber vor einem komplizierteren Engpass, als der Kalender allein vermuten lässt.
Terrett berichtet, dass Gesetzgeber und Branchenteilnehmer derzeit mehrere ungeklärte Differenzen aus der Landwirtschaftsversion durcharbeiten, die noch Gegenstand von Verhandlungen sind.
Für Befürworter wird eine der wichtigsten Herausforderungen darin bestehen, zumindest einige demokratische Senatoren aus dem Landwirtschaftsausschuss zu einer veränderten Haltung zu bewegen. Das ist wichtig, weil der Gesetzentwurf 60 Stimmen benötigen würde, um einen Filibuster zu überwinden, was eine überparteiliche Zusammenarbeit für das Überleben des CLARITY Act im Senat unerlässlich macht.
Im Bankenausschuss stimmten die Demokraten Ruben Gallego und Angela Alsobrooks dafür, den CLARITY Act aus dem Ausschuss weiterzuleiten. Beide haben jedoch erklärt, dass ihre weitere Unterstützung davon abhängt, eine Einigung über ethische Leitplanken für Regierungsbeamte zu erzielen, die mit Kryptowährungen umgehen.
Gallego hat diese Bemühungen als kurz vor der Ziellinie beschrieben, aber die Details sind politisch noch heikel. Sen. Kirsten Gillibrand, eine der führenden Architektinnen des Gesetzentwurfs auf demokratischer Seite, hat klargestellt, dass Ethikbestimmungen für die demokratische Unterstützung „nicht verhandelbar" sind.
Andere Demokraten suchen ebenfalls nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen, die mit Durchsetzungskapazitäten verbunden sind. Die Senatoren Mark Warner, Catherine Cortez Masto und Raphael Warnock haben Zusicherungen gefordert, dass Strafverfolgungsbehörden die notwendigen Werkzeuge behalten, um Kriminelle zu verfolgen, die im dezentralisierten Finanzwesen (DeFi(Dezentralisierte Finanzen)) tätig sind.
Einige Branchenteilnehmer befürchten jedoch, dass die Erfüllung dieser Forderungen unbeabsichtigt dazu führen könnte, dass der rechtliche Schutz für Software-Entwickler weiter geschwächt wird.
Einige Beobachter bezeichnen die Augustpause als effektive Frist und argumentieren, dass viele legislative Prioritäten zurückgestellt werden, sobald die Gesetzgeber von der Wahlkampfsaison in Anspruch genommen werden. Andere widersprechen dieser Ansicht und meinen, der politische Wille hinter dem Gesetzentwurf sei stark genug, um ihn für den Rest des 119. Kongresses im Spiel zu halten.
Adam Minehardt, Chief Policy Officer am Hyperliquid Policy Center und ehemaliger Kongressmitarbeiter, bot in einer Erklärung gegenüber Crypto In America eine optimistischere Sicht auf den Zeitplan des CLARITY Act.
In seiner Einschätzung werden Fristen oft überbewertet, und er fügte hinzu, dass bereits genug politisches Kapital investiert worden sei, um es unwahrscheinlich zu machen, dass der Gesetzentwurf von der Tagesordnung gestrichen wird. Dennoch warnte Minehardt, dass sich das politische Umfeld verschieben könnte, wenn die Maßnahme ins nächste Jahr gleitet.
Der CPO des Hyperliquid Policy Centers bemerkte, dass die Zwischenwahlen – und die daraus resultierenden Veränderungen in der Kongressführung – testen könnten, ob der aktuelle politische Schwung von Krypto einen Machtwechsel überstehen kann.
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