Ein vom Präsidenten Donald Trump nominierter Bundesberufungsrichter sieht sich mit strafrechtlichen Vergehen konfrontiert, nachdem er einem Mann angeblich die Brille vom Gesicht gerissen, sie über einen Parkplatz geworfen und auf ihr herumgetrampelt haben soll – und das im Rahmen eines Streits um einen Parkplatz. Zwei Monate später hört er laut Berichten vom Wochenende noch immer Fälle an.
Richter Ryan D. Nelson vom U.S. Court of Appeals for the Ninth Circuit wurde am 22.04. von der Staatsanwaltschaft der Stadt Idaho Falls mit Körperverletzung und vorsätzlicher Sachbeschädigung als Vergehen angeklagt, wie aus Gerichtsakten hervorgeht, über die das Idaho State Journal zuerst berichtete und die Bloomberg Law am Samstag bestätigte. Die Anklagen gehen auf eine Auseinandersetzung vom 02.04. auf einem Parkplatz in Idaho Falls, Idaho, zurück.

Nelson plädierte am 13.05. auf nicht schuldig. Eine Vorverhandlungskonferenz ist für den 18.06. angesetzt. Das Idaho State Journal, das die Geschichte am Freitag veröffentlichte, publizierte auch ein Video des Vorfalls, das zeigt, wie Nelson auf dem Parkplatz aggressiv auftrat. Laut dem Bericht hatte Nelson seinen Truck vor dem Vorfall quer über zwei Parkplätze gestellt.
Nelson wurde in Idaho Falls geboren, 2018 von Trump nominiert und noch im selben Jahr für den Ninth Circuit bestätigt. Er ist Mitglied eines der bedeutendsten Bundesberufungsgerichte des Landes, das unter anderem Strafverfahren in seinem umfangreichen Docket behandelt.

