Das britische Fintech-Unternehmen Wise hat von der südafrikanischen Zentralbank eine bedingte Genehmigung erhalten, um seine Geschäftstätigkeit im Land aufzunehmen und damit den Grundstein für seine erste Expansion nach Afrika zu legen. Die Genehmigung verleiht Wise den Status eines Kategorie-2-autorisierten Devisenhändlers mit eingeschränkter Befugnis und ermöglicht es dem Unternehmen, internationale Geldüberweisungen für Privatkunden anzubieten.
Die Lizenz bedeutet, dass Südafrikaner bald Geld über Wise zum realen Mittelkurs und gegen eine kleine Vorabgebühr ins Ausland überweisen können. Dies geschieht zu einer Zeit, in der viele Menschen im Land bei grenzüberschreitenden Überweisungen immer noch mit hohen Gebühren, langsamen Abrechnungszeiten und unklarer Preisgestaltung konfrontiert sind.
Die Genehmigung für Wise erfolgt inmitten wachsender grenzüberschreitender Zahlungsaktivitäten in Südafrika, unterstützt durch eine große Diaspora-Gemeinschaft und eine starke digitale Akzeptanz. Obwohl das Unternehmen noch keinen Starttermin bestätigt hat, bringt die Lizenz es dem Eintritt in einen der geschäftigsten Finanzmärkte des Kontinents deutlich näher.
Die bedingte Genehmigung stärkt Südafrikas Engagement für die G20-Roadmap zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen. Dies ist ein globales Bestreben, die Geschwindigkeit, Transparenz und Kosten internationaler Transaktionen bis 2027 zu verbessern. Das Modell von Wise stimmt mit diesen Zielen überein, indem es versteckte Aufschläge beseitigt und den Nutzern die genauen Gebühren vor Abschluss einer Übertragung anzeigt.
Die Expansion des Unternehmens ist auch für Millionen von Südafrikanern bedeutsam, die auf internationale Überweisungen für Bildung, Gesundheitsversorgung, Geschäftsbetrieb und Familienunterstützung angewiesen sind. Viele sind derzeit auf Banken und traditionelle Überweisungsunternehmen angewiesen, die nicht transparente Wechselkurse und lange Bearbeitungszeiten verwenden.
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Offizielle Vertreter beider Länder haben den Schritt begrüßt. Der britische Premierminister Keir Starmer beschrieb die Genehmigung als eine Entwicklung, die die finanziellen Beziehungen zu einer der stärksten Volkswirtschaften Afrikas vertieft und die globale Wettbewerbsfähigkeit britischer Fintechs hervorhebt.
Der Eintritt von Wise wird voraussichtlich mehrere Veränderungen im südafrikanischen Überweisungs- und digitalen Finanzmarkt auslösen, insbesondere während die Regulierungsreformen fortgesetzt werden:
Wise wickelte in seinem Geschäftsjahr 2025 grenzüberschreitende Überweisungen im Wert von 145 Milliarden Pfund für 15,6 Millionen Kunden ab und ist damit eine der weltweit größten digitalen Geldtransferplattformen. Der Einstieg in Südafrika signalisiert den Beginn einer breiteren afrikanischen Expansion, beginnend in der Region, in der die Nachfrage nach günstigeren und schnelleren grenzüberschreitenden Zahlungen weiterhin hoch ist.


