XRP-ETFs sammelten seit ihrer Einführung im November 2025 mehr als 1,2 Milliarden Dollar ein. Auf dem Papier ist das eine beeindruckende Leistung, da Bitcoin- und Ethereum-Fonds im gleichen Zeitraum Abflüsse verzeichneten.
Dennoch wird die Kritik an XRP immer lauter. Laut einem kritischen Analysten dreht sich der aktuelle Kryptomarkt hauptsächlich um Geldströme und Sentiment. Er ist der Meinung, dass fast niemand XRP als ernsthaftes Netzwerk für Innovation betrachtet.
Niemand in der Krypto-Industrie nimmt XRP ernst, meint Brian Huang. Als Mitgründer der Investmentplattform Glider ist er seit Jahren in der Krypto-Industrie aktiv. Seiner Meinung nach stellt der Token des Unternehmens Ripple beim Aufbau eines echten Ökosystems wenig dar.
Der skeptische Analyst verweist darauf, wie der Sektor XRP betrachtet. Seiner Ansicht nach sind nur wenige Entwickler auf dem XRP Ledger aktiv. Dadurch bleibt das fundamentale Wachstum der Kryptowährung zurück, stellt er fest. Große Finanzakteure nehmen die Kryptowährung deshalb nicht ernst, erklärt er:
Der amerikanische Unternehmer hat eine klare Botschaft: Ohne Entwickler, die Apps, Infrastruktur und Anwendungsfälle schaffen, bleibt die strukturelle Nachfrage begrenzt. Seiner Ansicht nach basieren ETF-Zuflüsse und Kurssteigerungen hauptsächlich auf einer starken Markterzählung und nicht auf einem wachsenden und blühenden Ökosystem.
Die Zuflüsse bei XRP sind noch immer hoch. Daten von SoSoValue zeigen, dass XRP-ETFs mittlerweile rund 1,2 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen haben. Lange Zeit kam fast täglich neues Geld hinzu.
Doch diese Serie ist nun unterbrochen. Kürzlich verzeichneten die XRP-Börsenfonds erstmals Nettoabflüsse. Das deutet auf Gewinnmitnahmen hin und unterstreicht zugleich, wie schnell das Sentiment kippen kann, sobald der Geldstrom stockt.
Das Timing macht XRPs Leistung besonders auffällig. Im gleichen Zeitraum verzeichneten Bitcoin-ETFs schätzungsweise 2,4 Milliarden Dollar an Abflüssen, während Ethereum-ETFs etwa 898 Millionen Dollar verloren.
Der Unterschied zwischen den Krypto-Börsenfonds verstärkt die Vorstellung, dass XRP „seinen eigenen Zyklus“ durchläuft. Laut Skeptikern wie Huang liegt darin genau das Problem. Geldströme können einen Kurs lange tragen, sagen aber wenig darüber aus, was unter der Motorhaube passiert.
Trotz der heftigen Kritik nimmt das Interesse an XRP unter institutionellen Anlegern zu. Dies steht in scharfem Kontrast zu den Aussagen von Huang. So ziehen die XRP-ETFs trotz des Dips noch immer viel Geld an.
ETFs machen XRP niedrigschwellig für Anleger, die lieber über ein reguliertes Produkt in XRP einsteigen. Dank des Börsenfonds müssen sie die Kryptowährung nicht selbst über Börsen kaufen und aufbewahren.
Ripple setzt seit Jahren auf Regulierung und Anbindung an traditionelle Finanzakteure. Dies bedeutet weniger rechtliche Unsicherheit für Unternehmen und Institutionen. Eine Vorgehensweise, die institutionellen Präferenzen entspricht.
Die Kernfrage ist, ob die XRP-ETF-Zuflüsse ein Zeichen von Adoption sind oder ob die Kryptowährung auf einer Erzählung, Spekulation und einer enthusiastischen Community basiert. Huang glaubt an Letzteres. Solange niemand XRP als „ernsthafte Plattform“ betrachtet, ist sie langfristig laut Skeptikern wenig wert.
Es gibt jedoch auch viele Analysten, die das Gegenteil behaupten. In der vergangenen Woche verzeichneten die XRP-ETFs einen Nettozufluss von über 38 Millionen Dollar, mit dem größten Zufluss am Montag (+46,1 Millionen Dollar). Dies ist ein außergewöhnlich hoher Abfluss seit dem Start am Mittwoch (-40,8 Millionen).
Darüber hinaus verzeichneten die Fonds ein neues Rekordhandelsvolumen von 219 Millionen Dollar, gut 5 Millionen höher als der vorherige Rekord von Mitte Dezember. Laut verschiedenen Analysten deutet dieser Erfolg zusammen mit den internationalen Aktivitäten von Ripple gerade auf zunehmende Adoption hin.
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