Der Bitcoin (BTC)-Kurs bewegt sich seit Tagen rund um einen kritischen Wert für institutionelle Investoren. Neue Daten zeigen, dass US-amerikanische Bitcoin-ETFs aufgrund des jüngsten Kursrückgangs nun unter ihrem durchschnittlichen Einstiegspreis notieren.
Der sogenannte „realisierte Preis“ liegt bei etwa 72.800 Euro und dient als psychologisch bedeutende Marke. Die entscheidende Frage lautet: Halten die Fonds ihre Bitcoin-Bestände oder verkaufen sie mit Verlust?
Gleichzeitig mehren sich die Hinweise, dass neue institutionelle Akteure vor dem Einstieg stehen.
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Bereits Ende letzter Woche wurde berichtet, dass Bitcoin-ETFs in nur fünf Tagen einen Rückgang von 1,45 Milliarden Euro hinnehmen mussten. Und es kommt noch dicker.
Laut Daten der Analyseplattform CryptoQuant sind die Gesamtbestände in US-Bitcoin-ETFs seit Oktober um etwa 5 Milliarden Euro gesunken.
In diesem Zeitraum hatte Bitcoin noch ein Rekordhoch von 106.000 Euro erreicht. Der anschließende Rückgang traf vor allem institutionelle Anleger, die vergleichsweise spät eingestiegen sind.
Die derzeitigen Gesamtbestände der ETFs liegen rund 8,4 Prozent unter dem Höchststand von 61 Milliarden Euro – ein erster echter Belastungstest seit der Genehmigung der börsengehandelten Fonds.
Laut Analyst I. Moreno von CryptoQuant stellt das aktuelle Kursniveau einen Wendepunkt dar. Der realisierte Preis der ETFs liegt bei etwa 72.800 Euro – also dem Durchschnittswert, zu dem diese Investoren ihre Bitcoin erworben haben.
Diese Marke ist vor allem aus psychologischer Sicht bedeutend.
Anleger, die kürzlich über ETFs in Bitcoin investiert haben, stehen nun vor einer schwierigen Entscheidung: Da der Bitcoin-Kurs innerhalb von 24 Stunden um fast sieben Prozent gefallen ist, befinden sich viele ihrer Positionen tief im Minus.
Sollte der Kurs dauerhaft unter dem Einstiegspreis bleiben, steigt der Druck, die Bestände abzustoßen, bevor sich die Verluste weiter ausweiten.
Daten von Farside Investors zeigen zwar, dass der Januar bislang überwiegend durch Abflüsse geprägt war – mit nur einem einzigen Tag leichter Zuflüsse in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Dennoch könnte neuer institutioneller Zugang das Marktbild rasch verändern.
Laut Andre Dragosch, Leiter Research Europa bei der Vermögensverwaltung Bitwise, gibt es vorsichtigen Grund zur Zuversicht.
Er berichtet, dass große US-Wertpapierhäuser („Wirehouses“), also Banken mit Tausenden Finanzberatern, sich darauf vorbereiten, aktiv Bitcoin-ETFs anzubieten.
Im aktuellen Quartalsbericht von Bitwise wird prognostiziert, dass genau diese neuen Kapitalzuflüsse einer der wichtigsten Marktimpulse sein könnten. Diese Geldströme könnten entscheidenden Einfluss auf die Dynamik der Bitcoin-ETFs nehmen.
Het bericht Großanleger rutschen ins Minus, Bitcoin fällt unter Schlüsselmarke verscheen eerst op Crypto Insiders.


