Großbritannien und die USA planen ein Abkommen rund um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte. Im Fokus stehen sogenannte Stablecoins, die als stabiles digitales Geld gelten. Ziel ist es, Märkte besser zu verbinden und neue Investitionen anzuziehen. Ein Treffen mit viel Symbolkraft Manchmal gehen wichtige Dinge ganz schnell: In London trafen sich diese Woche die britische Finanzministerin […]Großbritannien und die USA planen ein Abkommen rund um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte. Im Fokus stehen sogenannte Stablecoins, die als stabiles digitales Geld gelten. Ziel ist es, Märkte besser zu verbinden und neue Investitionen anzuziehen. Ein Treffen mit viel Symbolkraft Manchmal gehen wichtige Dinge ganz schnell: In London trafen sich diese Woche die britische Finanzministerin […]

Stablecoins im Fokus: Wie USA und UK jetzt Krypto-Allianz für 2025 planen

  • Großbritannien und die USA planen ein Abkommen rund um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte.
  • Im Fokus stehen sogenannte Stablecoins, die als stabiles digitales Geld gelten.
  • Ziel ist es, Märkte besser zu verbinden und neue Investitionen anzuziehen.

Ein Treffen mit viel Symbolkraft

Manchmal gehen wichtige Dinge ganz schnell: In London trafen sich diese Woche die britische Finanzministerin Rachel Reeves und der US-Finanzminister Scott Bessent. Mit am Tisch saßen Vertreter großer Kryptofirmen wie Coinbase und Ripple – aber auch Bankenriesen wie Citigroup oder Barclays. Das Treffen wurde kurzfristig anberaumt, nachdem die Branche gefordert hatte: Bringt bitte endlich Krypto und insbesondere Stablecoins auf die politische Agenda!

Das Ziel war klar: Beide Länder wollen enger bei digitalen Vermögenswerten, also Kryptowährungen und verwandten Technologien, zusammenarbeiten. Besonders spannend daran ist, dass es gerade bei der Gesetzgebung zu Stablecoins nicht nur um Regeln geht, sondern auch um neue Chancen für Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks.

Stablecoins – digitales Geld mit Versprechen

Im Mittelpunkt der Diskussion standen Stablecoins. Der Name klingt kompliziert, bedeutet aber etwas Einfaches: Es sind digitale Münzen, die an eine klassische Währung wie den Dollar oder das Pfund gekoppelt sind. So sollen sie stabil bleiben und nicht so wild schwanken wie der Bitcoin.

Die Idee ist, dass Firmen mit solchen Coins leichter Geschäfte machen können, gerade über Ländergrenzen hinweg. Britische Beamte hoffen, dass Unternehmen dadurch besseren Zugang zu den größten Finanzmärkten der Welt bekommen. Und die USA versprechen sich mehr Vertrauen in digitale Währungen, wenn diese klar geregelt sind. Experten sehen dabei auch Bitcoin immer mehr als Konkurrent von Gold im Sinne der klassischen Wertspeicher.

Politik trifft Finanzwelt

Die Gespräche sind auch aus einem anderen Grund spannend: Sie finden kurz vor dem Staatsbesuch von Donald Trump statt. Und Trump gilt als Unterstützer von Kryptowährungen – ganz im Gegensatz zur bisher eher vorsichtigen Haltung vieler britischer Behörden.

Premierminister Keir Starmer will bei den politischen Gesprächen mit Trump das Thema Kapitalmärkte und digitale Währungen groß aufziehen. Denn für London geht es um viel: Immer mehr britische Firmen ziehen in Erwägung, ihre Aktien lieber in New York statt in London zu listen. Ein engerer Schulterschluss mit den USA könnte helfen, diesen Trend zu stoppen.

Die Mahnung: „Wir dürfen nicht zurückfallen“

George Osborne, früher selbst britischer Finanzminister, schlug zuletzt deutliche Töne an. Er warnte, dass das Vereinigte Königreich in Sachen Krypto und Stablecoins ins Hintertreffen geraten könnte. Andere Länder wie die USA, Singapur oder Hongkong seien schon viel weiter.

Osborne verglich die Lage sogar mit den berühmten Finanzreformen der 1980er Jahre, dem sogenannten „Big Bang“, der London damals zum Finanzzentrum machte. Er sagt: Entweder wir packen es jetzt an – oder wir riskieren, dass uns andere Länder überholen.

Testumgebungen für die Zukunft

Doch es geht nicht nur um Stablecoins. Beide Länder planen auch eine Art Testlabor, in dem Unternehmen neue Ideen mit Blockchain ausprobieren können, ohne gleich in einem dichten Dschungel von Vorschriften stecken zu bleiben. Solche „Sandboxes“ gibt es schon in einigen Regionen, und sie gelten als Türöffner für Innovationen.

Die US-Börsenaufseherin Hester Peirce hatte schon vor einem Jahr vorgeschlagen, dass London und Washington hier enger zusammenarbeiten. Jetzt scheint dieser Plan konkrete Gestalt anzunehmen. Mithilfe regulierter Stablecoins  könnten Firmen so einfacher in beiden Märkten aktiv werden, und Aufseher bekämen bessere Einblicke.

Blick über den Tellerrand

Während London und Washington reden, passiert weltweit einiges. In den USA hat der Bundesstaat Wyoming bereits einen staatlich gestützten Stablecoin eingeführt. Und im Kongress wurde ein Gesetz verabschiedet, das Stablecoin-Anbietern untersagt, Zinsen direkt auszuzahlen. Banken warnen davor, dass sonst Geld von klassischen Konten abfließen könnte. Die Zinsentscheidung der FED in den USA wird ebenfalls in Kürze erwartet – und wird definitiv den Markt beeinflussen.

Auch in Großbritannien regt sich die Branche: Eine Petition für eine innovationsfreundliche Krypto-Politik hat mehr als 5.600 Unterstützer gefunden. Gleichzeitig stößt ein Vorschlag der Bank of England, die Menge an Stablecoins zu begrenzen, auf Widerstand. Kritiker warnen, dass dadurch Investitionen gebremst werden könnten.

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