Gericht genehmigt Arbitrum DAOs $71M ETH-Übertragung inmitten des Nordkorea-Hacks
Zach Anderson 09.05.2026 13:50
Ein Bundesrichter erlaubt Arbitrum DAO, $71M in eingefrorenen ETH, die mit einem nordkoreanischen Hack in Verbindung stehen, an Aave zu übertragen und damit die DeFi-Vermögenswiederherstellungsbemühungen voranzutreiben.
Ein Bundesrichter in New York hat Arbitrum DAO autorisiert, $71 Millionen in eingefrorenem Ether (ETH) an Aave zu übertragen, um die Folgen eines nordkoreanischen Exploits zu bewältigen. Die Entscheidung erleichtert Aaves Vermögenswiederherstellungsbemühungen und wahrt gleichzeitig die rechtlichen Ansprüche von Terrorismusopfern auf die betreffenden Gelder.
Das Urteil, das von Richterin Margaret Garnett vom Southern District of New York erlassen wurde, modifiziert einen früheren Sperrbescheid, der die Vermögenswerte unter der Kontrolle von Arbitrum DAO eingefroren hatte. Die aktualisierte Anordnung erlaubt Arbitrum DAO, eine On-Chain-Governance-Abstimmung einzuleiten, um die Gelder an eine von Aave LLC verwaltete Wallet zu senden. Die an der Übertragung beteiligten Parteien sind ausdrücklich davor geschützt, gegen die Einfrierung zu verstoßen, was für die DAO und ihre Delegierten Rechtssicherheit gewährleistet.
Die Gelder unterliegen jedoch weiterhin einer potenziellen rechtlichen Prüfung. Sollte das Gericht später zugunsten der Terrorismusopfer entscheiden, könnten die Vermögenswerte zur Begleichung von Forderungen im Zusammenhang mit unbezahlten Urteilen gegen Nordkorea umgeleitet werden.
DeFi-Governance und der Kelp DAO-Exploit
Der Schritt folgt einer starken Unterstützungsbekundung für die Übertragung seitens der Arbitrum DAO-Delegierten, die sie über eine Off-Chain-Snapshot-Abstimmung genehmigten. Der Vorschlag ist Teil von Aaves umfassenderer Strategie zur Bewältigung der Auswirkungen des Kelp DAO-Exploits vom April, den nordkoreanische Hacker angeblich orchestriert haben. Der Exploit führte zu einem Verlust von 116.500 rsETH-Token und schuf ein Defizit in seiner Deckung im Wert von rund $174,5 Millionen zu aktuellen Preisen. Davon stellt der in Arbitrum eingefrorene Betrag von $71 Millionen einen bedeutenden Schritt zur Wiederherstellung der finanziellen Stabilität dar.
Trotz des grünen Lichts vom Gericht muss Arbitrum DAO noch eine verbindliche On-Chain-Governance-Abstimmung durchführen, um die Übertragung abzuschließen.
Rechtsstreitigkeiten und weitergehende Implikationen
Der Fall unterstreicht die rechtlichen Komplexitäten rund um Krypto-Vermögenswerte, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen. Gerstein Harrow LLP, die Familien mit $877 Millionen in unbezahlten Terrorismusurteilen gegen Nordkorea vertritt, hatte die Übertragung zuvor abgelehnt. Sie argumentierten, dass die gestohlenen Gelder aufgrund der Art des Hacks ihren Mandanten gehörten. Aave entgegnete, dass gestohlenes Eigentum rechtlich nicht Dieben gehören kann, und warnte, dass anhaltende Einfrierungen künftige DeFi-Vermögenswiederherstellungsbemühungen abschrecken könnten.
Gerstein Harrow hat ähnliche Fälle im Zusammenhang mit nordkoreanischen Exploits verfolgt, darunter eine Klage gegen Railgun DAO zu Beginn dieses Jahres wegen des Vorwurfs der Geldwäsche gestohlener Gelder.
Auswirkungen auf das DeFi-Ökosystem
Die Entscheidung des Gerichts markiert einen vorsichtigen Schritt vorwärts bei den anhaltenden Bemühungen, den durch den Kelp DAO-Exploit verursachten finanziellen Schaden zu beheben. Befürworter argumentieren, dass die Übertragung der eingefrorenen ETH an Aave dazu beitragen könnte, rsETH zu stabilisieren und das Vertrauen im dezentralisierten Finanz-Ökosystem wiederherzustellen. Mit den noch immer rechtlichen Ansprüchen unterliegenden Geldern ist dies jedoch noch keine endgültige Lösung.
Die On-Chain-Governance-Abstimmung zur Durchführung der Übertragung wird als Gradmesser dafür genau beobachtet werden, wie DAOs und DeFi-Plattformen regulatorische und rechtliche Herausforderungen im Gefolge zunehmend ausgefeilter Exploits bewältigen.
Bildquelle: Shutterstock- arbitrum
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