TLDR Bubblemaps hat 80 Wetten auf Polymarket mit einer Gewinnchance von 98% bei US-amerikanischen Militäraktionen gegen den Iran gefunden, was Analysten zufolge statistisch unmöglich durch Zufall ist.TLDR Bubblemaps hat 80 Wetten auf Polymarket mit einer Gewinnchance von 98% bei US-amerikanischen Militäraktionen gegen den Iran gefunden, was Analysten zufolge statistisch unmöglich durch Zufall ist.

Jemand gewann 98 % der Kriegswetten auf Polymarket — und Experten sagen, es ist kein Zufall

2026/05/22 16:05
3 Min. Lesezeit
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TLDR

  • Bubblemaps hat 80 Wetten auf Polymarket mit einer Gewinnchance von 98% bei US-amerikanischen Militäraktionen gegen Iran gefunden, was Analysten zufolge statistisch unmöglich durch Zufall erklärbar ist.
  • Neun Konten erzielten über 2,4 Millionen US-Dollar, indem sie fast ausschließlich auf US-amerikanische Militäroperationen wetteten, wobei Wetten Tage vor den Angriffen platziert wurden.
  • Der CEO von Bubblemaps warnt, dass US-Gegner Vorhersagemärkte überwachen könnten, um Informationen über amerikanische Kriegspläne zu gewinnen.
  • Gesetzgeber haben den DEATH BETS Act eingeführt, um kriegsbezogene Wettverträge auf Vorhersagemärkten zu verbieten.
  • Sechzehn Bundesstaaten befinden sich in rechtlichen Auseinandersetzungen mit Vorhersagemarkt-Plattformen, und die CFTC hat sechs Bundesstaaten verklagt, um die föderale Regulierungsbehörde durchzusetzen.

Ein Team beim Blockchain-Analyseunternehmen Bubblemaps hat ein Muster von Wetten auf der Vorhersageplattform Polymarket aufgedeckt, das nach eigenen Angaben nicht durch Glück erklärt werden kann.

Das Team unter der Leitung von CEO Nicolas Vaiman identifizierte 80 Wetten auf US-amerikanische Militäraktionen gegen Iran. Diese Wetten hatten eine Gewinnchance von 98%.

Someone Was Winning 98% of War Bets on Polymarket — and Experts Say It's No Coincidence

Neun verbundene Konten erzielten mehr als 2,4 Millionen US-Dollar, indem sie fast ausschließlich auf US-amerikanische Militäroperationen wetteten. Wetten wurden Tage vor Angriffen auf Iran, der Absetzung seines Obersten Führers und einer Waffenstillstandsankündigung am 28.02. platziert.

Vaiman teilte CoinDesk mit, dass die Händler am 20.02. auch kleine Verlust-Wetten platzierten, wahrscheinlich um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Bubblemaps veröffentlichte seine Erkenntnisse am 18.05. durch eine Reihe von Beiträgen auf X, wobei Daten und Grafiken als Beweise geteilt wurden.

Ein bestätigter Fall von Insiderhandel hat bereits zu einer Verhaftung geführt. US-Armee Green Beret Oberstabsfeldwebel Gannon Ken Van Dyke verdiente 400.000 US-Dollar mit Polymarket-Wetten, die mit einem Venezuela-Einsatz verbunden waren, an dem er persönlich teilnahm.

Eine separate Studie ergab, dass nur 3% der sogenannten „informierten" Händler die auf diesen Märkten beobachtete Genauigkeit antrieben, während 97% dies nicht taten.

Bedenken zur nationalen Sicherheit und politische Reaktion

Vaiman warnte, dass ausländische Gegner diese Muster überwachen könnten, um Einblicke in US-amerikanische Militärpläne zu gewinnen.

Er sprach auch die Möglichkeit an, dass Regierungen gefälschte Wetten platzieren könnten, um Gegner in die Irre zu führen, und bezeichnete Vorhersagemärkte als „Werkzeuge für Geheimdienste und Informationskriegsführung".

Während der Iran-Angriffe sollen einige Zivilisten Polymarket überprüft haben, um zu entscheiden, ob sie in Bunkern schlafen sollten.

Kongressabgeordneter Mike Levin und Senator Adam Schiff haben seitdem den DEATH BETS Act eingeführt, der Verträge im Zusammenhang mit Kriegshandlungen verbieten würde.

Polymarket hat seinerseits kürzlich eine Partnerschaft mit Chainalysis geschlossen, um seiner Plattform eine Überwachung auf Wall-Street-Niveau hinzuzufügen. Das Unternehmen hat zuvor erklärt, dass es KI und Blockchain-Forensik einsetzt, um verdächtige Aktivitäten zu kennzeichnen.

Bundesstaaten vs. Bundesregierung

Getrennt davon wächst ein Rechtsstreit darüber, wer überhaupt das Recht hat, Vorhersagemärkte zu regulieren.

Sechzehn Bundesstaaten sind nun in Rechtsstreitigkeiten gegen Vorhersagemarkt-Plattformen verwickelt. Minnesota wurde der erste Bundesstaat, der auf ein vollständiges Verbot zusteuerte, nachdem Gouverneur Tim Walz ein Gesetz als Teil eines umfassenderen Online-Sicherheitspakets unterzeichnet hatte.

Die Commodity Futures Trading Commission verklagte Minnesota und fünf weitere Bundesstaaten — Wisconsin, New York, Connecticut, Illinois und Arizona — mit dem Argument, sie habe die ausschließliche föderale Zuständigkeit über Ereignisverträge.

Alle sechs von der CFTC verklagten Bundesstaaten haben demokratische Generalstaatsanwälte, obwohl auch Bundesstaaten mit republikanischer Führung Maßnahmen gegen Vorhersagemärkte ergriffen haben.

Die CFTC gewann eine einstweilige Verfügung in Arizona und hinderte den Staat daran, Strafanzeigen gegen Kalshi, den größten US-amerikanischen Vorhersagemarkt, zu verfolgen. Andere Fälle sind noch anhängig.

Rechtsexperten sagen, der Streit könnte letztendlich den Obersten Gerichtshof erreichen.

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