Laut einem Analysten vom Freitag könnte der Rücktritt von Tulsi Gabbard, der Direktorin des Nationalen Geheimdienstes, mit den potenziellen rechtlichen Problemen zusammenhängen, die sie für Präsident Donald Trump verursacht hat.
Wie Mediaite berichtete, erklärte der Rechtsanalyst Scott MacFarlane, Chefkorrespondent in Washington für MeidasTouch, gegenüber der MS NOW-Moderatorin Katy Tur, dass Gabbards Anwesenheit bei der FBI-Razzia im Januar auf das Fulton County Election Hub and Operation Center rechtliche Probleme für die Trump-Administration verursacht habe.

„Es gibt nicht nur Bedenken, dass Tulsi Gabbard dabei war, als die Bundesbehörden Fulton County durchsuchten und die Stimmzettel von 2020 mitnahmen – das erschwert die Bemühungen der [Trump]-Administration, eine rechtliche Anfechtung von Fulton County abzuwehren, die versucht, ihre Stimmzettel zurückzubekommen. Ihre Anwesenheit dort war möglicherweise rechtlich ein Problem im Streit um diese Stimmzettel", sagte MacFarlane.
„Weil sie eine politische Akteurin ist", sagte MacFarlane. „Als Direktorin des Nationalen Geheimdienstes wird sie als politische Akteurin angesehen, wenn sie bei dem anwesend ist, was als politisch motivierte Razzia gilt. Der Bezirkskommissar von Fulton County argumentiert vor Gericht, dass dies eine politisch instrumentalisierte Beschlagnahme ihrer Stimmzettel war. Die Anwesenheit von Tulsi Gabbard ist Teil ihrer Argumentation, und das verkompliziert die Angelegenheit noch weiter. Warum spielt die Direktorin des Nationalen Geheimdienstes irgendeine politisierte Rolle in innenpolitischen Angelegenheiten?"
Weißer-Haus-Berater Kurt Olsen leitete die Razzia in Fulton County. Der frühere Anwalt der Trump-Kampagne war eine Schlüsselfigur in der „Stop the Steal"-Kampagne – dem MAGA-Versuch, den Sieg von Präsident Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu kippen.
Gabbard gab am Freitag bekannt, dass sie aufgrund der Krebsdiagnose ihres Mannes zurücktreten werde. Eine mit ihrem Rücktritt vertraute Quelle teilte Reuters jedoch mit, dass Gabbard „vom Weißen Haus zum Rücktritt gezwungen worden sei" – eine andere Version als die offizielle Ankündigung und die Reaktionen von Trump und anderen Beamten in den sozialen Medien.


